Dorfgeschichte

Altenbüren liegt inmitten des Hochsauerlandkreises an der Ost-West Achse der B 7. Unser Dorf hat etwa 1.400 Einwohner, 12 Vereine, Verbände und Gemeinschaften.

Die meisten Mitglieder hat der Schützen- u. Sportverein. Gefolgt vom Frauenverein, Musikverein, Männergesangverein, die freiwillige Feuerwehr, den Landfrauenverein, Ortsverein der Landwirte, die katholische Landjugend, den Dorfverein Altenbüren und nicht zuletzt den Seniorenverein, auf den wir in Altenbüren besonders stolz sind.

Jetzt ein wenig über die Geschichte Altenbürens. Altenbüren liegt im Tal der Briloner Hochebene. Mitten im Dorf entspringt eine Quelle, um die das Dorf gebaut wurde. Mit den Jahren wurde diese Quelle komplett eingefaßt. Dieser Kump, von den Altenbürenern liebevoll Möhne genannt, war für die Dorfbewohner seit Jahrhunderten auch die Möhnequelle. In einem aus festem Stein gemauertes Becken, war die nie versiegende Quelle, die lebensspendende Mitte für Mensch und Vieh.

1338 wurde Altenbüren unter dem Namen Dorpburen zum ersten mal beim Grafen von Horhusen in einer Grundstücksangelegenheit erwähnt. Daher auch der Horhusener Balken in unserem Dorfwappen. Weiter sehen Sie ein Radkreuz im Wappen. Dieses finden wir auch in unserer Kirche und auf einigen Kreuzwegstationen, von der die älteste um 1640 erbaut wurde. Zurück zur Dorfgeschichte. Das Dorf wurde 1338 zum ersten mal erwähnt. Die Geschichte unseres Ortes liegt aber viel weiter zurück. Denn auf der Briloner und Altenbürener Hochebene sind viel früher einige Hofflächen entstanden. So wird von einem Hof 1254 berichtet, der überfallen und verwüstet, aber nicht wieder aufgebaut wurde. Da es auch früher einiges zu klären gab, finden wir um 1405 Unterlagen vom Freigericht zu Altenbüren. 1524 wurde ein Rittergut in Altenbüren von der Stadt Brilon gekauft. In der Urkunde heißt es unter anderem: Gekauft wurden alle wichtigen Bestandteile des Besitzes, Häuser, Höfe, Wiesen, Echtwerke alle Hoheit und Herrlichkeit, Holz und Wald. Zu dieser Zeit wurde auch eine Kirche in Altenbüren errichtet. Diese ist in einer Karte von 1535 bereits eingezeichnet. Die älteste Urkunde der Kirche datiert auf 1553. Als Kirchenpatron wird Johannes Baptist genannt. 1538 bis 1638 begann eine schlimme Zeit für die Bevölkerung von Altenbüren und den ganzen westfälischen Raum. Diese Zeit war von Plünderungen und Brandschatzungen geprägt , wobei die Bevölkerung völlig verarmte. Als 1648 der westfälische Frieden geschlossen wurde, ging es in Altenbüren an den Wiederaufbau, wobei hauptsächlich Schaf- und Schweinezucht betrieben wurde.

In den darauffolgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten erlebte unser Dorf viele Höhen und Tiefen, wodurch sich unsere Vorfahren in Altenbüren nicht haben unterkriegen lassen. Auch mit unseren Nachbardörfern und Städten gab es ab und an mal Meinungsverschiedenheiten um Land, Wald und Hüterechte . Man hat aber nie das Ziel aus den Augen verloren und sich mit unseren Nachbarn immer wieder zusammengerauft. So können wir heute sagen, daß wir mit den umliegenden Bewohnern der Städte und Dörfer ein gutes Einverständnis haben, welches man auch so schnell nicht erschüttern kann, da es über eine lange Zeit gewachsen ist.

Dann kamen die beiden Weltkriege, die auch für Altenbüren schwere Zeiten brachten. Am Gründonnerstag, dem 29. März 1945 drangen amerikanische Panzerverbände in den Süden des Kreises Brilon ein. Die heutige B7 war mit flüchtenden Soldaten, Sanitätskolonnen, Nachschubeinheiten und freigewordenen französischen, russischen und polnischen Kriegsgefangenen überfüllt. Am Nachmittag wurde Brilon von den Amerikanern besetzt. In Altenbüren wurde vom Volkssturm und vom Reichsarbeitsdienst Widerstand geleistet. Es blieb ruhig bis Ostermontag, den 2. April. Morgens, während der heiligen Messe, schlugen Granaten in das Kirchendach ein und verletzten einige Kinder. Der Feuerüberfall hörte nach wenigen Minuten auf. Gegen 15.00 Uhr näherten sich amerikanische Panzer und Infanterie dem Dorf. Gleichzeitig setzte von Brilon her Artilleriebeschuß ein. Als den anrollenden Panzern Granatwerfer und Maschinengewehrfeuer entgegenschlug, antworteten diese mit Brandgranaten, die 25 Häuser in Brand setzten. Um 17.00 Uhr nahmen die Amerikaner das Dorf ein.

In den Altenbürener Familien waren in den Kriegsjahren von 1914-1918 und 1939-1945 insgesamt 46 Gefallene und 21 vermißte Soldaten zu beklagen. Alleine am 2. April 1945 sollen in und um Altenbüren insgesamt 168 Menschen umgekommen sein. So hat der unselige Krieg auch in Altenbüren viel Leid und Elend unter die Bevölkerung gebracht. Dieses war die schlimmste Zeit in der Altenbürener Geschichte.

Zuletzt ein wenig über die heutige Situation unseres Ortes. Folgende Industriebetriebe haben sich in Altenbüren angesiedelt. Da haben wir die BMS, ein Stahlbauunternehmen. Weiterhin das Glasbauunternehmen Aulich & Rennecke, die Spedition Becker, die Firma Göke Hoch & Tiefbau, die Firma Stappert & Andreas Industriemontagen, den Kranverleih Reermann, die Firma Witte Dreherei & Maschinenbau, die Dachdeckerei Hüpping, die Bau- und Möbelschreinerei Pantel, die Schreinerei Schmücker, das Busunternehmen Hermes und den Kfz-Handel Kaulmann. Erfreulich ist, daß Anfragen von kleineren Unternehmen vorliegen, die sich ebenfalls in Altenbüren niederlassen möchten.